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Interview mit Benjamin Früh und Felix Frohofer

Wie geht es dir und Wie sieht deine diesjährige Saisonvorbereitung aus?

Nach dem mir letztes Jahr mit dem Druck der Arbeit und gleichzeitig dem Spitzensport zuviel wurde, entschied ich mich mit meiner Familie in meinem Arbeitgeber, mich ein Jahr voll auf den Sport zu konzentieren. Seit dem Saisonaufbau  anfangs November arbeite ich mit einem neuen persönlichen Trainer zusammen. Dies nachdem meine Leistung einige Jahre stagniert ist und ich nichts unversucht lassen wollte für die Saison mit der Heim-Weltmeisterschaft in Zürich.

Was sind deine sportlichen Ziele im Jahr 2024?

Mein grosses Highlight in dieser Saison ist die Weltmeisterschaft in Zürich vom 21. bis 29. September.

Was machst du direkt vor einem Wettkampf? Ritual, Musik (Soundtrack), Essen, Motivation

Rund eine Stunde vor dem Wettkampf (je nach Dauer des Wettkampf passe ich die Zeit vorher an) nehme ich einen Koffeinshot von Sponser, welcher zu meinem Ritual wurde und  mich nebst dem Coffein Schub Mental pusht.

Die Rad- und Para-Cycling-WM findet im Herbst in Zürich statt. Was bedeutet das für dich?

Vor neun Jahren durfte ich mit der Heim-WM in Nottwil meine Karriere auf höchster Stufe lancieren. Dass die WM nun in Zürich praktisch vor meiner Haustüre stattfindet, spornt mich nochmals mehr an, als es die WM in Nottwil damals tat.

Wie findest du die Kombination von Fussgänger- und Behindertensport in einem Event?

Dies kommt jeweils darauf an, mit welcher Motivation dies passiert. Werden wir nur integriert weil es im Trend liegt, Parasport zu integrieren und man sich dadurch mehr Unterstützungsgelder erhofft, ist dies der falsche Ansatz.

Mit der Rad-WM in Zürich ist dies jedoch nicht der Fall. Mit Tobias Fankhauser haben die Organisatoren jemanden in ihren Reihen, welcher als ehemaligen Topathlet die Szene bestens kennt. Auch haben wir mit dem Rennkurs (steile Aufstiege und rasante Abfahrten mit diversen technischen Passagen) eine Strecke, welche sich sehen lassen darf. Wir erhoffen uns durch die Mediale Aufmerksamkeit von Zürich 24 mehr Bekanntheit für unseren Sport.

Wie entspannst du dich nach einem Wettkampf?

Bei einem Eintages-Rennen esse ich meistens vor Ort etwas und unterhalte mich mit meinen Sportfreunden über das vergangene Rennen.  An einem Weltcup schaue ich nach meinem Rennen gerne noch die weiteren Rennen der anderen an.

Wo kann man dich 2024 noch als Zuschauer anfeuern/antreffen?

Am 9. Juni werde ich voraussichtlich am Strassenrennen in Wangen an der Aare teilnehmen. Ebenfalls im Juni finden die Schweizermeisterschaft vom 20. und 23. Juni in Aire – la – Ville statt, das jedoch leider in der Nähe von Genf liegt und daher für die meisten Bekannten und Freunde zu weit weg ist.

Am 1. September findet in Stäfa wieder das jährliche Militärradrennen statt. Aufgrund dessen, dass ich zu dieser Zeit im Höhentrainingslager in St. Moritz trainiere, bin ich noch unsicher, ob ich trotzdem in Stäfa starten werde. Da ich den ehemaligen Organisator persönlich kenne (ebenfalls Russiker), betrachte ich das Rennen als ein Heimrennen. Der VC Meilen (organisiert das Rennen seit letztem Jahr) bemüht sich sehr, uns ein tolles Rennen zu ermöglichen, weshalb ich es ihnen gerne mit einem Start meinerseits danken möchte. Gerne könnt ihr die aktuellen News auf meiner Homepage felix-frohofer.ch vernehmen.

Dein Tipp für Rookies?

Für junge Sportler sollte der Spass immer im Vordergrund sein, nur wenn einem das Handbiken auch Spass macht, trainiert man motiviert dafür. Eine coole Motivation ist der Nationale Handbikecup, mit welchem auch ich mit dem Handbiken begonnen habe. Ich persönlich würde nicht zu früh den Fokus auf die internationalen Rennen legen, da es motivierender ist, anfangs nicht nur immer am Ende des Feldes fahren zu können.

Für die beiden Interviews möchten wir uns herzlich bedanken. Wir wünschen euch eine erfolgreiche Saison und toi, toi, toi für die Heim WM !!!

Der Vorstand vom Rollstuhlclub Zürich